Dr. Wenzel Arthur Beza
Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 12.03.1938 - 23.05.1938, KZ Dachau 24.05.1938 - 13.03.1939, Entlassen
KZ-Nummer:
Ehrungen:
Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs
Mitgliedschaften
ÖCV:
Lebenslauf
Wenzel Beza tritt während seines Lehramtsstudiums 1904 der Studentenverbindung Nordgau Wien bei.
Weil er „herzlos und gehässig gegen nationalsozialistisch und völkisch eingestellte Lehrer und Schüler vorgegangen“ sein soll, wird er am 12. März 1938 in seinen Amtsräumen als Landesschulinspektor verhaftet und ins Bezirksgericht Eisenstadt eingeliefert. In der Folge wird er mit dem 2. Österreichertransport am 24. Mai 1938 in das KZ Dachau gebracht und dort bis 13. März 1939 festgehalten. Nach der Haft wird er dann gemäß § 411 der Verordnung zur Neuordnung des Österreichischen Berufsbeamtenturns am 16. März 1939 fristlos ohne Bezüge vom Dienst entlassen.
Aus rein politischen Gründen, wie die Gestapo behauptete, ‚weil ich herzlos und gehässig gegen nationalsozialistisch und völkisch eingestellte Lehrer und Schüler vorgegangen bin‘, wurde ich am 12. März 1938 in meinem Amtsraume des Landhauses Eisenstadt verhaftet, ohne Einvernahme der von mir genannten Zeugen nach Dachau gebracht, wo ich, oft zu schweren Arbeiten verhalten, bis zum 16. März 1939 verbleiben musste. Als Folge der Schwerarbeit verblieben mir: ein schwerer doppelseitiger Leistenbruch, drei linksseitig gebrochene Rippen und die Zerreißung von Sehnen und Bändern von drei Fingern an der rechten Hand; Gesundheitsschädigungen, die sich auch jetzt noch nachteilig auswirken.
Nach dem Krieg ist er wieder als Landesschulinspektor im Burgenland tätig. In dieser Funktion geht er in den Ruhestand. Er verstirbt einen Tag nach seinem 83. Geburtstag in Wiener Neustadt.
Quellen
Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien) S. 28/29.
