Erwin Altenburger (geb. Wohlmuther)

Photo von Erwin Altenburger
Erwin Altenburger
Bild: ÖVfStG

Personalia

Geboren:

3. November 1903, Mautern

Gestorben:

7. Februar 1984, Wien

Beruf:

Gewerkschafter

Verfolgung:

Haft März bis Juli 1938

Mitgliedschaften

MKV:

 

ÖCV:

 

Sonstige Mitgliedschaften:

 

Lebenslauf

Erwin Wohlmutter kommt in Mautern in der Steiermark als unehelicher Sohn des Sattlermeisters Oskar Kurka und Josepha Wohlmutter zur Welt. Er entstammt kleinen obersteirischen Verhältnissen, absolviert die Volks- und Bürgerschule (Hauptschule) und erlernt das Handwerk eines Schuhmachers. Schon als Lehrling ist er von der Katholischen Soziallehre geprägt und ist 1918 in Leoben Mitbegründer einer Lehrlingsorganisation. Nach seiner Gesellenprüfung engagiert er sich im Katholischen Gesellenverein und im Reichsbund für Jugend und Sport. Am 5. Juli 1920 wird er von den Eheleuten Anton und Elisa Altenburger adoptiert und nimmt deren Nachnamen an.

Ab 1923 engagiert er sich sich in der Christlichen Gewerkschaft, wird einer der führenden Funktionäre der Christlichen Gewerkschaftsjugend und später Zentralsekretär der Gewerkschaft christlicher Textilarbeiter.

Im März 1938 wird Altenburger von der SS verhaftet und angeklagt, jedoch freigesprochen und im Juli 1938 enthaftet. Danach ist er als „Wehrunwürdiger“ in verschiedenen Berufen tätig. In der Folge gehört er dem Widerstandskreis um Lois Weinberger an.

Nach dem Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 ist Erwin Altenburger sofort wieder politisch bzw. gewerkschaftlich tätig. So ist er bei der Gründung des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes (ÖAAB) dabei – später gf. Bundesobmann – und wird im Sommer 1945 einer der Sekretäre der Bundesleitung des ebenfalls neu gegründeten Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). Er ist ebenfalls Gründungsmitglied der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und Mitglied der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich. Ab 1946 ist er für fast 30 Jahre Vizepräsident des ÖGB. Er war auch Nationalrat und kurz Bundesminister ohne Portefeuille in den 1940ern. Ab 1951 ist Erwin Altenburger erster Bundesvorsitzender der Fraktion Christliche Gewerkschafter (FCG). Er wird Ehrenmitglied der Studentenverbindung Rhaeto-Danubia und der Mittelschulverbindung Austro-Bavaria Wien.

Erwin Altenburger verstirbt mit 80 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Neustift.

Orte

Wohnort:

 

Quellen

  • Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStG, 2013), S. 227f.

Matricula Online

Erwin Altenburger

Gewerkschafter
ADW, Rt-D
* 3. November 1903
Mautern
† 7. Februar 1984
Wien
Haft