Dr. Alfred Maleta

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 13.03.1938 - 03.06.1938,
KZ Dachau 03.06.1938 - Herbst 1939,
KZ Flossenbürg Herbst 1939 - 1940,
KZ Dachau 1940 - 12.11.1940
Ehrungen:
Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Goldenes Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich
Berufstitel Professor
Ehrenbürger von Wien
Mitgliedschaften
MKV:
ÖCV:
Sonstige Mitgliedschaften:
Lebenslauf
Nachdem die Familie 1920 aus Wien übersiedelt ist, besucht Alfred Maleta das Akademische Gymnasium in Linz. 1922 tritt er der Mittelschulverbindung Nibelungia Linz bei. Nach der Matura geht Alfred Maleta 1927 nach Graz, um Jus zu studieren. Er schließt sich dort 1927 der Studentenverbindung Carolina an. 1932 promoviert er zum Doktor der Rechtswissenschaften und verlässt Graz, um das Gerichtsjahr zu absolvieren.
Da seine Bemühungen um Aufnahme in den Landesdienst erfolglos bleiben, nimmt er das Angebot als stellvertretender und dann als Geschäftsführer der Vaterländischen Front in OÖ an. Später wird er Sekretär (Kammeramtsdirektor) der Kammer für Arbeiter und Angestellte in OÖ und leitender Sekretär des Landeskartells des Gewerkschaftsbundes.
Nach der Okkupation Österreichs durch Hitler-Deutschland wird Alfred Maleta am 13. März 1938 in Linz von der SS verhaftet. Er kommt mit dem dritten Österreichertransport am 3. Juni 1938 ins KZ Dachau. Die Liebe zu seiner Verbindung ist so groß, dass er gemeinsam mit seinen Bundesbrüdern Josef Aigner, Walter Nestor und Friedrich Funder am 18. August 1938 anlässlich des 50. Gründungstages der Carolina in der Kantine des Konzentrationslagers unbemerkt vom Wachpersonal und von den anderen Häftlingen einen „Festkommers“ abhält. Er beendet den „Kommers“ mit den Worten „Austria erit in orbe ultima.“
Im Herbst 1939 wird er ins KZ Flossenbürg überstellt, 1940 nach Dachau zurückverlegt und am 12. November 1940 nach Graz entlassen, muss sich aber alle drei Tage bei der Gestapo melden. In der Haftzeit plant er zusammen mit ebenfalls inhaftierten Sozialdemokraten die Wiedererrichtung der Zweiten Republik. Er wird bald nach der Enthaftung zu den Gebirgsjägern eingezogen und an der Ostfront eingesetzt.
Nach der Befreiung Österreichs wird Alfred Maleta zum stellvertretenden Leiter des OÖ-Landesarbeitsamtes ernannt und bald darauf ins Sozialministerium übernommen, dem er bis zu seiner Pensionierung, zuletzt als Sektionschef, angehört. Er tritt der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er ist ein allseits bekannter und geachteter Politiker, unter anderem als Generalsekretär der ÖVP (1951–1960), als NR-Abgeordneter (1945–1975) sowie als Präsident des Nationalrates (1962–1970) und Vizepräsident (1970–1975). 1981 wird er zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt.
Er verstirbt mit 84 Jahren in Salzburg und findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof..
Orte
Verfolgung:
Wohnort:
Multimedia
Quellen
Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien) S. 210/211.
