Hofrat Dr. Wilhelm Karl Gottfried Hadamovsky

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Wilhelm Hadamovsky
Bild: Archiv K.Ö.St.V. Ostaricia Wien

Personalia

Geboren:

18. Mai 1922, Wien

Gestorben:

27. Oktober 1993, Wien

Beruf:

Lehrer und Landeschulinspektor

Verfolgung:

Widerstandskämpfer (unentdeckt)

Ehrungen:

Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs

Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik
Österreich

Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Komturkreuz des päpstlichen Ordens des Hl. Sylvesters

Mitgliedschaften

MKV:

K.Ö.St.V. Ostaricia Wien

ÖCV:

Lebenslauf

Wilhelm Karl Gottfried Hadamovsky kommt in Wien als ehelicher Sohn des Oberwachmanns Karl Hadamovsky und seiner Gattin Maria, geborene Schott, zur Welt. Nach der Volksschule der 'Piaristen' besucht er das Bundesgymnasium Wien VIII im 8. Wiener Gemeindebezirk. Als Schüler dürfte er sich im Österreichischen Jungvolk oder im Katholischen Jungvolk engagiert haben.

Am 12. März 1938 erlebt der gläubige Katholik und patriotische Österreicher, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits Anfang April 1938 bildet sich aus Mitgliedern des Österreichischen Jungvolkes, des Studentenfreikorps, des Katholischen Jungvolkes u. a. an der Canisiuskirche in Wien die Gruppe Eisen, deren Mitglieder Flugzettel verstreuen und Schaukästen des Stürmers zerstören. Mitglieder der Gruppe sind unter anderen Wilfried Daim, Alois Döttling, Helmut Gnambs, Herbert Jurasek, Alfred Kostelecky, Hans Sassmann, Karl Stobl und Josef Windisch. Die Gruppe Eisen wird im Juni 1938 durch Denunziation verraten und die Köpfe der Widerstandsgruppe verhaftet. Wilhelm Hadamovsky bleibt jedoch unentdeckt.

1940 maturiert Wilhelm Hadamovsky und inskribiert Philosophie an der Universität Wien. Er muss sein Studium jedoch aufgrund seiner Einberufung zur Wehrmacht unterbrechen. Als Soldat erlebt Wilhelm Hadamovsky die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er kehrt zurück nach Wien, nimmt sein Stuidum wieder auf und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.

1948 wird Wilhelm Hadamovsky zum Doktor der Philosophie promoviert und legt 1949 die Lehramtsprüfung ab. Zwischen 1949 und 1966 ist er Lehrer am Schottengymnasium im 1. Wiener Gemeindebezirk. Aufgrund seiner Leidenschaft für Kulturreisen wird er in dieser Zeit zum Leiter des Akademischen Reisevereins. 1965 wird er Ehrenmitglied der Mittelschulverbindung Ostaricia Wien. Darüber hinaus engagiert er sich im Österreichischen Arbeiter und Angestellten Bund (ÖAAB) und in der Vereinigung der Christlichen Lehrer. 1966 heiratet er Eva Kratochwil und wird in weiterer Folge Vater einer Tochter. 1968 erfolgt seine Aufnahme in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem - Statthalterei Österreich und 1970 in die Studentenverbindung Bajuvaria. Zwischen 1966 und 1970 ist er Direktor des 1. Bundesgymnasiums in Wien II, bevor er zum Landesschulinspektor des Stadtschulrates für Wien avanciert. Parallel zu dieser Tätigkeit ist er seit 1961 Lehrbeauftragter an der Universität Wien für Latein.

Als Landesschulinspektor tritt Wilhelm Hadamovsky in den Ruhestand und verstirbt in Wien mit 71 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Archiv K.Ö.St.V. Ostaricia Wien

Matricula Online

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Wilhelm Hadamovsky

Lehrer und Landeschulinspektor
OCW, Baj
* 18. Mai 1922
Wien
† 27. Oktober 1993
Wien
Widerstandskämpfer (unentdeckt)